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Nach Wahlschock in Frankreich: Will François Hollande das Saarland zurück?

Paris Der Schock der gestrigen Wahl steckt François Hollande noch in den Knochen. Überraschend viele Stimmen gab es für die rechtspopulistische Front National. Unmissverständlich haben die Wähler damit den Wunsch nach einer härteren Linie kund getan.

Hollande muss nun mit einem Politikwechsel darauf reagieren, sollte er bei der nächsten Präsidentschaftswahl im Amt bleiben wollen. Erste Pläne für eine vom Volk geforderte Politik stellte er bei einer Ansprache zum Ausgang der Kommunalwahlen vor. Nach russischem Vorbild (wir berichteten) wolle er die Fußball-Europameisterschaft 2016, die in Frankreich ausgetragen wird, dazu verwenden, das Saarland zu annektieren und wieder zu Frankreich einzugliedern. Damit könnten die Schönheiten des Saarlands, wie z.B. die Saarschleife (siehe Abbildung), bald zu den Naturschätzen Frankreichs gehören.

Gegenwehr erwarte er nicht. Es seien ja noch zwei Jahre hin, bis dahin wird Verteidigungsministerin von der Leyen die Bundeswehr soweit reformiert haben, dass die Soldaten in Elternurlaub, Gleitzeit oder Häkelkursen gebunden seien. Außerdem toleriere die Weltgemeinschaft im Rahmen von großen Sportveranstaltungen Annexionen, resümiert Hollande seine Pläne. "Das mit der Krim hat ja auch niemanden ernsthaft gestört." rm

Foto: © Rosel Eckstein / pixelio.de

Sowjetunion bald wieder komplett: Putin freut sich schon auf Fußball-WM 2018

Moskau Große Sport-Ereignisse im eigenen Land gehören zu den großen Vergnügen des lupenreinen Demokraten Wladimir Putin. Erst vor wenigen Wochen hatte der Gastgeber Russland nach den Olympischen Spielen neben den meisten Goldmedallien (13 Stück) auch die meisten Halbinseln (1 Stück) für sich verbuchen können.

"Wir sind stolz auf die erbrachten Leistungen. 33 Medallien, davon 13 aus Gold, und eine Halbinsel sind schon eine bemerkenswerte Erfolgsquote", lobt Sportminister Sergej Turnov in einer Rede alle Verantwortlichen. Auch Präsident Putin gibt sich zufrieden: "Gut, das mit der Halbinsel war schon auch ein wenig Glück, aber mich freut's".

Getreu dem Motto "nach dem Sieg ist vor dem Sieg" laufen in Russland schon die Vorbereitungen für das nächste große Sportevent an. Schon 2018 soll die Fußball-Weltmeisterschaft im eigenen Land ausgetragen werden. "Das bedeutet noch viel Arbeit für uns: Stadien wollen gebaut werden, Menschen enteignet, Grundrechte beschnitten werden", seufzt Turnov, "das muss natürlich alles organisiert werden. Zum Glück haben wir da aber jetzt schon Erfahrungen gesammelt". Denn Putin erwartet auch 2018 wieder große Erfolge: "Wenn es gut läuft, und wir noch erfolgreicher sein werden als bei den Olympischen Spielen, haben wir danach die Sowjetunion fast wieder komplett".

Um sich schon jetzt ganz den Vorbereitungen für die WM 2018 widmen zu können, musste der Präsident sogar seine Teilnahme am G8-Gipfel der 8 größten Industrienationen im Juni absagen, was von den verbleibenden 7 Staaten schwer bedauert wurde. rm

Foto: © Peter Smola / pixelio.de

Krim-Krise: Berliner Machtwort-Vacuum verhindert Ende des Konflikts

Moskau / Berlin Die Lage ist angespannt im Krim-Konflikt. Fast alle Register der Diplomatie wurden gezogen, der Westen ließ seine Muskeln spielen und hat sein komplettes Repertoire an belanglosen Sanktion bereits voll ausgeschöpft, alle zur Verfügung stehenden scharf formulierten Missbilligungen sind ausgesprochen, dennoch gibt es keine Aussicht auf Entspannung. Als nächste Eskalationsstufe könnten Sanktionen in Betracht kommen, von denen Putin auch eine Auswirkung spürt. Doch von so drastischen Schritten will man vorerst noch Abstand nehmen.

Putin und Merkel gelten zwar nicht als allerbeste Freunde, aber dennoch setzt der Westen nun große Hoffnungen auf die deutsche Bundesregierung. Doch Merkels aktuelles Kabinett hat einen gefährlichen Makel: Nach dem Ausscheiden von Ronald Pofalla, Merkels Mann fürs Grobe, ist die Position des schonungslosen Aufklärers, des unbequemen Nachfragers, aber auch des Anpackers, der Dinge auch zu Ende bringt, unbesetzt geblieben.

Dieses Machtwort-Vacuum rächt sich nun bitterlich: "Mit Pofalla", so ein enger Vertrauter Merkels, "wäre die Krise auf der Krim schon lange für beendet erklärt worden." rm

Foto: Kreml von S. Gaul, Bonn / pixelio.de

NSA-Chief: Verschwinden der Boeing 777 hätte einfach verhindert werden können

Fort Meade Der Verbleib der Boeing 777-200, die auf dem Flug MH370 von Kuala Lumpur nach Peking unterwegs war, ist auch nach 10 Tagen noch ungeklärt. Ein terroristischer Hintergrund kann mittlerweile nicht ausgeschlossen werden. Die 227 Passagiere gelten als vermisst.

Die National Security Agency (NSA), die mit der lückenlosen Überwachung der Weltbevölkerung genau solche Terrorgefahren erkennen und verhindern soll, hat in ihrem umfangreichen Datenbestand jedoch bisher noch keine Hinweise zum Verbleib des Flugzeugs sowie zu einer möglichen Täterschaft finden können.

Da bis auf wenige Ausnahmen jeder Mensch umfangreich überwacht werde, kann die Täterschaft nur im Kreise der unüberwachten Personen angenommen werden, erklärt General Steve Mole, Chief Eavesdropping Officer der NSA. Damit rücke Kanzlerin Angela Merkel in den Fokus der Ermittler. Kaum habe man die Überwachung ihrer Kommunikation eingestellt, passierten schreckliche Dinge. Man wolle zwar nicht explizit behaupten, Angela Merkel sei für die Flugzeugentführung unmittelbar verantwortlich, man könne es aber wegen fehlender Überwachungsdaten auch nicht ausschließen.

Nun sei eingetroffen, vor was man die Welt eigentlich immer schützen wollte, klagt General Mole. "In dieser misslichen Lage sind wir nur wegen diesem H*rensohn Edward Snowden. Nur seinetwegen musste die Überwachung der Kanzlerin vorübergehend eingestellt werden", so General Mole gegenüber dem Neuländer Boten. Snowden sei daher nicht nur ein gefährlicher Vaterlandsverräter, er habe sich damit auch direkt dem 227-fachen Mord schuldig gemacht und gehöre endlich eliminiert.

Gleichzeitig bestätige dieser Terror-Akt auch die zwingende Notwendigkeit einer noch engmaschigeren Totalüberwachung, so General Mole. Auch Merkels Handy wolle man - nur zu Ihrer eigenen Entlastung - wieder in das Überwachungsprogramm aufnehmen. Wer nichts zu verbergen hätte, habe auch nichts zu befürchten. Das gelte für die normalen Bürger wie auch für Regierungschefs. rm

Bildquelle: saschay2k  / pixelio.de