Fußball

Völlig überraschend: Korruptionsverdacht bei WM-Vergabe an Katar

Zürich Der Weltfußballverband FIFA mit Sitz in Zürich wurde heute vollkommend unerwartet von Korruptionsvorwürfen im Bezug auf die Vergabe der Fußball-Weltmeisterschaft 2022 nach Katar überrascht. Der britischen Zeitung "Sunday Times" lägen demnach Berichte vor, nach denen von Katar umgerechnet 3,7 Millionen Euro an FIFA-Funktionäre gezahlt worden sei.

"Das ist doch kompletter Unfug!", kommentiert FIFA-Sprecher Johann Blättli die Enthüllung. "Die Entscheidung für Katar fiel aus rein rationalen Gründen, denn Katar ist für eine WM einfach wie prädestiniert". Nicht nur der Ruf als regelrechte Fußballhochburg eile Katar schon seit Jahrzehnten voraus, auch seine angenehme Wüstenlage als eine der trockensten Landschaften der Erde mit Jahresniederschlägen unter 100 mm sichere regenfreie Spieltage und eigne sich darüber hinaus für die üppige Begrünung von Sportplätzen hervorragend.

Auch seien die angenehmen lauen Temperaturen von über 45°C für sportliche Betätigungen schlechthin ideal. Durch die dabei herrschende Luftfeuchtigkeit von 85% ergebe sich ein besonders gesundes schwüles Klima. Es verbinde die regenerierende Wirkung einer finnischen Sauna mit der sportlichen Betätigung und wirke so Erschöpfungszuständen bei den Spielern wunderbar entgegen.

Aber auch für das Rahmenprogramm rund um die Weltmeisterschaft gibt es kaum ein Land, das besser geeignet wäre als Katar: Es gebe zwar ein Alkoholverbot, das bei Übertretung mit Peitschenhieben bestraft werde, doch welcher Fußballfan trinke schon Alkohol? Und falls sich doch jemand berauschen wolle, gäbe es "Tee", eine regelrechte Partydroge mit aufputschendem Koffein.

Ob es denn kein Problem sei, dass Katar die Menschenrechte mißachtet und zum Beispiel auch Gefängnisstrafen und Auspeitschungen für Homosexuelle verhänge, wollten wir von Blättli erfahren. "Ach nein, das ist kein Problem. Wie schon unser Vorsitzender vor drei Jahren sagte: Die Schwulen sollen halt so lange aus Respekt vor dem Gastgerberland auf Sex verzichten!".

"Sie sehen also, dass alles für Katar spricht, wieso sollte da überhaupt Korruption notwendig gewesen sein?", gibt Blättli zu bedenken. Das sei ja geradezu lächerlich. Zumal die FIFA generell jegliche Art von Korruption kategorisch ablehne. Und kleine Geldgeschenke unter Freunden würden ja wohl noch erlaubt sein, denn wie sage schon der Volksmund: "Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft". rm

Foto: © Uta Herbert / pixelio.de

"Bayern schießt kein Tor" - Song nach kleiner Textänderung doch noch ein Erfolg

Leipzig Viel Häme musste die publicity-scheue Sängerin und Erotik-Darstellerin Melanie Müller für ihr Werk "Deutschland schießt ein Tor" zur diesjährigen Fußballweltmeisterschaft im Internet einstecken. Sei es der als zu anspruchsvoll empfundene Text oder die auf körperliche Reize ausgelegte Performance im Musikvideo – nur eine sehr kleine Gruppe harter Fans konnten dem Lied der Wahl-Leipzigerin bisher etwas abgewinnen.

Darum hat Müller in den letzten beiden Tagen den Text noch einmal komplett überarbeitet und als Song zur Champions-League neu veröffentlicht. Und siehe da: Das Lied schnellte in 15 von 16 Bundesländern und überraschenderweise auch in der spanischen Hauptstadt auf Platz 1 der Charts.

Mit dem einprägsamen und ursprünglich eher dokumentarisch gemeinten Titel 'Bayern schießt kein Tor' scheint Müller jedoch auch die größten Sehnsüchte und Wünsche eines Großteils der Bevölkerung anzusprechen. Dank der einprägsamen Melodie könnte das Lied zur Hymne der Nation lancieren.

Die Stadt Dortmund habe Müller sogar spontan die Ehrenbürgerschaft angeboten, freut sich ihr Management. Im Südosten der Republik sei der Hype um dieses Lied indes jedoch, diplomatisch ausgedrückt, eher noch sehr gedämpft. rm

Bild: WATTSMUSIC / YouTube